Wer hat den Luftreifen erfunden?
Der Erste, der einen luftgefüllten Reifen zum Patent angemeldet hat, war der Engländer Robert Thomson. Schon ab 1845 rüstete er Kutschen mit seinen Produkten aus. Aufgrund der geringen Belastbarkeit gab er seine Bemühungen kurz darauf aber wieder auf.
Als der Schotte John Boyd Dunlop 1888 seinem zehnjährigen Sohn mit einem Luftreifen zu einem schnelleren Dreirad verhelfen wollte, ahnte er nichts von den Bemühungen Thomsons. Schon seine erste Konstruktion aus einem Gummischlauch, Leinenstoff und dem Verschluss einer Babytrinkflasche als Ventil überzeugte durch eine erstaunliche Haltbarkeit. Dunlop gilt deshalb gemeinhin als Erfinder des Luftreifens.
In der Geschichte des Reifens haben neben Dunlop auch andere Namen eine wichtige Rolle gespielt, die noch heute Inbegriff für Reifenqualität sind. Goodyear machte sich um die Entwicklung des Vulkanisationsverfahren (1835) verdient. Die Gebrüder Michelin läuteten mit Ihren Niederdruckreifen (1923) ein neues Zeitalter ein und bauten den Vorläufer des heutigen Radialreifens (1946). Das Patent für schlauchlose Reifen, heute eine Selbstverständlichkeit wurde von Continental eingereicht (1943).


